Stralsund. Die Linksjugend Solid hat alle demokratischen Kräfte aufgerufen, gegen einen Aufmarsch der NPD Flagge zu zeigen. Parteien, Verbände, Gewerkschaften und Vereine werden aufgefordert, Gegenaktivitäten zu organisieren und auf „keinen Fall die Neonazi-Aktivitäten zu dulden oder zu ignorieren.“ Die NPD hat für den 24. Oktober zu einer Demonstration in Stralsund aufgerufen. Unter dem Motto „Kein Vergeben und Vergessen den alliierten Kriegsverbrechen“ soll an den Bombenangriff auf die Stadt am 6. Oktober 1944 erinnert werden. Wie in anderen Städten wollen die Rechtsextremisten Deutschland als Opfer alliierter Kriegsverbrecher darstellen. „Ohne Nazis hätte es keine Bombenopfer gegeben“, so Solid. „Treten wir dieser Geschichtsverfälschung entgegen.“ Ihr Unverständnis über die Genehmigung der Veranstaltung durch das Ordnungsamt hat die neugewählte SPD-Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen aus Stralsund geäußert. In einem öffentlichen Brief an OB Alexander Badrow fordert sie ihn auf, dem „Beispiel anderer Kommunen in Deutschland zu folgen, indem Sie die Genehmigung aufheben und die Versammlung verbieten“.Ein Versammlungsverbot „unter dem Gesichtspunkt des polizeilichen Notstands im Zusammenhang mit dem Besuch der Kanzlerin“ zur Festveranstaltung zum775. Stadtgeburtstagam gleichen Tag sei juristisch mehr als gerechtfertigt, sollte es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen. Durch den Aufmarschbestehe die Gefahr, dass „der öffentliche Friede gefährdet werden könnte, insbesondere dieSicherheit der Kanzlerin. Bitte setzen Sie ein mutiges Signal gegen den Rechtsextremismus in unserer Stadt“, so Sonja Steffen.

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